BerufsorientierungSchulleben

Bewerbungstraining an der Mittelschule Großostheim

Die Berufsorientierung ist ein jahrelanger Prozess und das ideale Ergebnis dessen der Eintritt in den Traumberuf nach der Schule. Die persönliche Entscheidung für ein Tätigkeitsfeld ist etwas Wunderbares, denn nur sie ist eine relative Garantie für die Freude an einer Beschäftigung und sollte selbst getroffen werden. Hier ist der junge Mensch frei im Rahmen seiner Möglichkeiten und Interessen. Nach der Berufsorientierung kommt die Bewerbung. Sie ist die Schnittstelle zwischen dem persönlichen Wollen und der Realität. Erst eine erfolgreiche Bewerbung führt zum wahren Erfolg, in unserem Fall nämlich zum ersehnten Ausbildungsplatz in einem geeigneten Unternehmen. Ein besonders wichtiger Faktor dabei ist ein adäquates Bewerbungstraining. Eine ordentliche und vollständige Bewerbungsmappe ist dazu wesentlich.  Und dann natürlich der persönliche Eindruck, den man dann im Rahmen des Vorstellungsgesprächs hinterlässt. Und auch diesen kann und muss man vorbereiten. Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber seiner Wahl ist kein Glücksspiel. Auch wenn es immer einen Faktor Mensch gibt, der aufgeregt ist und vielleicht nicht auf jede Frage eine Antwort hat. Damit gilt es umzugehen in so einer Situation. Zum wiederholten Mal hat die Mittelschule Großostheim diesbezüglich mit Herrn Schlüter von den Aktivsenioren kooperiert und ein umfassendes Coaching für die Schüler der achten Jahrgangsstufen erhalten. Rollenspiele, die eine Vorstellungssituation simulieren, vom Eintreten durch die Türe bis zur Verabschiedung vom zukünftigen Chef, sind eine anstrengende Angelegenheit, teilweise auch unangenehm, wenn sie vor einem Plenum und sogar vor laufender Kamera stattfinden. Und sie sind auch das beste Mittel, um sich auf diesen wichtigen Termin vorzubereiten. Herr Schlüter, der jahrzehntelang erfolgreich als selbstständiger Unternehmensberater tätig war, ist ehrenamtlich tätig. Er erklärt sich aus Überzeugung und Freundlichkeit dazu bereit, sich für mehrere Tage an Schulen zu begeben und dieses anstrengende Prozedere mit den Kindern fremder Leute zu durchlaufen. Dafür sind wir ihm sehr dankbar, denn es ist unendlich wertvoll für die Jugendlichen, von den Erfahrungen und den fachlich fundierten Ausführungen engagierter Fachkräfte aus der Wirtschaft profitieren zu können. Soll man beim Vorstellungsgespräch Parfum benutzen? Einen Anzug tragen? Soll man von sich aus die Hand geben? Anklopfen? Viele, viele Fragen und ausführliche, erhellende Antworten. Welche Körperhaltung, Frisur, Nagelpflege, noch mehr Fragen und noch mehr wunderbare Erkenntnisse. Und dann der unangenehme, aber heilsame Teil der Selbsterkenntnis, wenn man sich selbst auf einer Aufnahme bei einer Simulation sieht und hört und Feedback bekommt oder gibt, das alles ist Luxus, zusätzlicher Zeitaufwand, der aufs effektivste genutzt werden muss, der aber so mit keinem Schulbuch behandelt werden kann. Es war wahnsinnig anstrengend und ungeheuer effektiv. Danke, Herr Schlüter!

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