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Motivation durch Kreativität

„Das Geheimnis des Meeres“ am 24.4.26 aufgeführt von Schülern der Mittelschule Großostheim in der Bachgauhalle

Theater (1)
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Motivation ist für das Lernen unerlässlich. Einen Schritt weiter gedacht, besteht das ganze Leben aus Lernen. Je größer die Motivation, sich mit Inhalten und Anforderungen auseinanderzusetzen, desto erfolgreicher meistern Menschen ihr Dasein. Aus diesem Grund ist das oft unbequeme, anstrengende und deshalb ungeliebte Lernen der Schlüssel zu einer erfüllten, selbstbestimmten Gestaltung des eigenen Lebenswegs. Es ist das Hauptanliegen der Schule, immer noch, obwohl die fortschreitende Digitalität, die bahnbrechenden Neuerungen durch die KI, die nun gefühlt im Wochentakt unsere digitale und analoge Existenz aufs Stärkste beeinflussen, diesem eigentlich eine Absage erteile. So scheint es. Die Wahrheit ist jedoch, dass Kognition und emotionale Intelligenz unerlässlich für den einzelnen bleiben, möchte er nicht zum ohnmächtigen Spielball seiner Umwelt und ökonomischer Interessen Dritter verkommen. Gedächtnisleistung, logisches Denken, Transferfähigkeit, alles Bereiche der Schule, in denen sie weiterhin, ohne soziale und pädagogische Aspekte zu vernachlässigen, abliefern muss. Es gelingt. Es gelingt nicht. Der Schlüssel zum Lernen liegt in der Motivation. Ständig ertönen Rufe nach einer ganzheitlichen Förderung, nach einer individuellen und zugleich holistischen Betrachtung der jungen Menschen, welche den persönlichen Status Quo, das aktuelle Leistungsvermögen und die psychische Gemengelage berücksichtigen. Das ist auch richtig. Wenn dann noch kreative Aspekte Raum schaffen für ein Konzept der Selbstwirksamkeit, kann etwas entstehen.

So ist es passiert am 24.4., am Tag der Aufführung von „Das Geheimnis des Meeres“ von Sonya Hochrein-von Willert und bereits sieben Tage davor. Denn das war die Zeit, in welcher die Schülerinnen der MSG damit beschäftigt waren, sich auszuprobieren in einem Metier, das für alle etwas Neues war, dem der Schauspielerei. Der Intendant des Ludwigstheaters, Torsten Stoll, inszenierte bereits zum achten Mal ein Theaterstück der Autorin und Dramaturgin, die auch Klassenlehrerin der 7a ist. Die Motivation, sich mit den komplexen Vorgängen auf der Bühne, mit den nicht minder komplizierten und verwickelten Anforderungen an die eigene Person und dann, das Schlimmste, dem Text, intensiv mental zu beschäftigen, hat den Kindern ausgereicht, um sich selbst in Hochform zu erleben. Die 240 Zuschauer waren begeistert. In dieser Stunde war die Essenz aus Teamgeist, kreativer Inszenierung und individueller Leistungsbereitschaft greifbar für die Schauspieler:innen und das Publikum. Es war inspiriert und witzig, obwohl der Plot mit der Überfischung der Meere ein ernstes ökologisches Problem transportiert. Im Rahmen dieses integrativen und inklusiven Projekts entdeckten manche ihr dramatisches Talent und wuchsen mit den textlichen Anforderungen über sich hinaus. Es ist den Schülerinnen und Schülern noch nicht ganz bewusst, aber sie haben hier eine überaus nachhaltige Arbeit geleistet für sich selbst und für die Schulgemeinschaft.

An dieser Stelle geht auch ein großes Dankeschön an die Gemeinde Großostheim, die uns tatkräftig bei der Umsetzung des Projekts unterstützt hat und an Herrn Herbst selbst, der sich zudem die Zeit nahm bei der Uraufführung des Stücks dabei zu sein.