AllgemeinSchulleben

Demokratie vs. Absolutismus

Besuch  des Großostheimer Bürgermeisters Herrn Herbst in der 7a der Mittelschule

Der Wille zur Macht zieht sich durch die Geschichte der Menschheit wie ein roter Faden. Die für uns heute selbstverständlichen Errungenschaften der Bürger- und Volksbeteiligung auf kommunaler, Landes- und Bundesebene sind das Ergebnis jahrhundertelanger, oft blutiger Auseinandersetzungen mit der Obrigkeit. Heute läuft es anders und jeder Mächtige aus dem Bereich der Politik muss demokratisch legitimiert werden.

Für die 7a war es etwas ganz Besonderes, Herrn Herbst im Rahmen des Fachs GPG für eine Stunde willkommen heißen zu dürfen. Der Bürgermeister nahm sich diese Zeit gerne, wie man den ausführlichen Antworten auf die gut vorbereiteten Fragen der Schüler und Schülerinnen entnehmen konnte. Im Fokus des Interviews stand das Thema „demokratisches Selbstverständnis eines gewählten Bürgervertreters“. Unser Gasts erzählte von einer Motivation, Verantwortung in der Bachgau-Gemeinde übernehmen zu wollen und betonte, er verstehe sich als Ansprechpartner und Interessenvertreter aller Bürgerinnen und Bürger, nicht nur derer, die der eigenen politischen Überzeugung nahestehen. Die Vielfalt der Aufgaben und der ständige Diskurs mit sämtlichen beteiligten Institutionen, Gremien, Vereinen und auch einzelnen Menschen sind für ihn die größten Herausforderungen des Amtes. Auch wenn Entscheidungen im Gemeinderat getroffen werden, die seiner persönlichen Meinung entgegenstehen, trage er diese im Sinne des demokratischen Mehrheitsentscheids mit.

Herr Herbst ermunterte die Kinder und Jugendlichen dazu, sich zukünftig in der Gemeinde zu engagieren, Freizeit- und Bildungsangebote der Vereine anzunehmen und Bürgerbeteiligungsprogramme zur politischen Meinungsbildung in Anspruch zu nehmen, wie sie im letzten Jahr zum Thema Mobilität auf kommunaler Ebene durchgeführt wurden. Also alles kein Vergleich zum absoluten, menschenverachtenden Selbstverständnis der Herrscher von damals. Die Klasse 7a bedankt sich für diese nachhaltige und authentische Begegnung mit dem Bürgermeister.