Digitale Schule in der Mittelschule Großostheim während der Corona Pandemie

Ein anstrengendes Schuljahr ist zu Ende –  ein Rückblick.

Über Nacht sollten im März plötzlich Notbetreuung für systemrelevante Berufe, Home-Schooling und digitales Lernen etabliert werden, was völlig neue Herausforderungen mit sich brachte. An unserer Schule konnten wir einen großen Teil der Eltern und Schüler gut weiterhin erreichen, da wir zu diesem Zeitpunkt bereits ESIS zur digitalen Kommunikation mit Eltern nutzten.

So fand an der Mittelschule Großostheim binnen weniger Tage bereits wieder Unterricht per Nextcloud und Notbetreuung durch das McOustem statt. Lehrer und Klassen hatten eigene Zugänge und hier wurden Arbeitsblätter, Videos, Links zu Onlineübungen und Listenings in Englisch bereitgestellt. Hier machte sich die hohe Affinität zur Digitalisierung über Jahre hinweg bemerkbar.

Bereits im März war klar, dass Materialien alleine nicht genügen werden, um eine gute Unterrichtsversorgung aufrecht zu erhalten. Fieberhaft begann die Suche nach einer Möglichkeit der digitalen Versorgung mit Bild und Ton. Schnell wurden verschiedene Möglichkeiten getestet. Schüler wurden von unseren Privatgeräten aus beschult über Discord, Zoom, Skype und vielen anderen Programmen.

Ab Mai 2020 sollten dann endlich die Schulen wieder öffnen. Ein Konzept für kleinere Klassen mit Mindestabstand, neue Pausenregelungen mit Pausenzeiten und unterschiedlichen Pausenorten, neue Aufsichtspläne, Verhaltensregeln, Plakate und Reminder in den Klassenzimmern und in den Gängen mussten her. Dies alles wurde während der Freizeit, in kürzester Zeit, von vielen fleißigen Händen des Kollegiums erledigt.

Ab September 2020 verständigte sich die Schulfamilie mit dem Sachaufwandsträger zusammen zum Kauf der bereits seit drei Monaten benutzten Testlizenz von WebEx.

Seitdem wurden 180825 Minuten oder 3013, 75 Stunden oder 4018 Schulstunden oder 669, 72 Unterrichtstage à 6 Schulstunden Videokonferenzen gehalten. Auch hier zeigt sich das hohe Engagement unseres Kollegiums in der Coronakrise.

 

Nebenher wurden noch über 400 kultusministerielle Schreiben gelesen und umgesetzt, 30 Laptops installiert und an Schüler verliehen, I-Pads in Kooperation mit der Gemeinde ausgesucht und gekauft, der Schulmanager als neues, digitales Rund-um-Tool etabliert und 12 (!) verschiedene Stundenpläne erstellt.

 

Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die diese beiden Schuljahre erfolgreich umgesetzt haben. Danke für all das Engagement, die vielen zusätzlichen Stunden und die Bereitschaft des Sachaufwandsträgers uns unsere Wünsche, die uns notwendig erschienen, jederzeit zu erfüllen.